Unterwegs in der Dämmerung

Benötigtes Equipment

Kamera
Stativ
Fernauslöser (oder Auslöseverzögerung)
ND-Filter – verschiedene Grau- und Grauverlaufsfilter

Einleitung

Die Mitternachtssonne in Island beschenkt einen mit Sonnenuntergängen, die 3 bis 4 Stunden anhalten.


Das Fotografieren bei schwachem Licht erfordert zwar nicht zwangsläufig den Einsatz eines Filters, um die Belichtungszeit zu verlängern, aber in diesem Fall haben wir bei der Langzeitbelichtung nicht nur mit dem vorhandenen Licht gearbeitet, sondern zusätzlich noch auf zwei Filter zurückgegriffen. Mit dem einen wurde die Belichtungszeit etwas verlängert (ein ND8 Filter), der andere Filter hat den Himmel abgedunkelt, um die Schatten im Wasserfall sichtbarer zu machen (ein Grauverlaufsfilter, GND8).

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DAS SET-UP

Für eine ausgewogene Belichtung wird als Erstes ein Verlaufsfilter angebracht. Auf diese Weise erfasst die Kamera auch im Vordergrund noch Details in den Tiefen und sorgt dafür, dass der Himmel nicht überbelichtet ist.


Anschließend kümmern wir uns um die korrekte Verschlusszeit. Bei schnell fließendem Wasser kann man die Bewegung schon mit einer Belichtung von etwas mehr als einer halben Sekunde wiedergeben. In diesem Fall möchten wir die Wasseroberfläche des Sees weich aussehen lassen. Mit einem ND8-Filter lässt sich die Belichtungszeit ausreichend verlängern, um den gewünschten Look problemlos zu erzielen.

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DIE AUFNAHME

Probieren, probieren, probieren!


Man benötigt ein wenig Feingefühl und Geduld, um genau die Belichtungszeit zu erreichen, bei der die Wasseroberfläche schon weich, die Wolken aber noch nicht unabsichtlich verwischt dargestellt werden. Verlängern oder verkürzen Sie die Belichtungsdauer ein wenig und experimentieren Sie auch ein bisschen mit dem Verlaufsfilter herum.


Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist es beim Einsatz eines Grauverlaufsfilters wichtig, ihn nach dem Licht auszurichten und nicht etwa nach dem Horizont.

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NACHBEARBEITUNG

Bei übereinander angebrachten Filtern besteht immer das Risiko eines Farbstichs (Grün–Magenta).


In diesem Fall kann man den Farbton ganz einfach in Capture One entfernen, um ein naturgetreues Bildergebnis zu erzielen.


Zum Schluss sollten Sie noch überprüfen, ob Wasserflecken auf dem Bild zu sehen sind. Manchmal befindet sich feiner Wassernebel oder Spritzwasser auf den Filtern und Objektiven. Das Werkzeug zur Staubentfernung löst dieses Problem mit nur wenigen Klicks.

Unterschiedliche Lichtverhältnisse in einem Bild ausgleichen

Astrofotografie