Frame Averaging

Benötigtes Equipment

Phase One IQ4 Kamera
Stativ
Optional: Verlaufsfilter

Einleitung

Bei der Bildmittelung, dem sogenannten Frame Averaging, wird eine Reihe von Aufnahmen erzeugt, die im Nachbearbeitungsprozess übereinandergelegt und verrechnet werden. Auf diese Weise können auch ohne Filter längere Belichtungen erstellt oder unerwünschte Bildelemente entfernt werden, z. B. Personen an einer touristischen Sehenswürdigkeit.


Phase One hat den Workflow mit dieser Technik verbessert: Das automatisierte Frame Averaging des IQ4 erfasst und kombiniert eine Bildsequenz, um daraus eine RAW-Datei zu erstellen.

01

DAS SET-UP

Richten Sie die Kamera aus und stellen Sie die optimale Schärfe ein, bevor Sie mit dem Frame Averaging beginnen. Es ist hilfreich, erst ein paar Testaufnahmen anzufertigen, um sicherzustellen, dass alle Kameraeinstellungen optimal gewählt wurden.


Anschließend navigieren Sie über das Menü des IQ4 zum Werkzeug für Frame Averaging. Dort können Verschlussgeschwindigkeit, Blende und ISO der einzelnen Belichtungen sowie die Dauer angegeben werden.


Wenn der Bildausschnitt Bereiche mit unterschiedlichen Lichtintensitäten aufweist, lässt sich dies mit einem Verlaufsfilter ausgleichen. Als nächstes geht es auch schon ans Fotografieren.

02

DIE AUFNAHME

Nachdem Sie die Kamera ausgelöst haben, ist erst einmal nichts weiter zu tun als abzuwarten. Nachdem die Einzelaufnahmen erstellt und verarbeitet wurden, erhalten Sie eine RAW-Datei mit reduziertem Bildrauschen, erweitertem Dynamikbereich und korrekt erfassten Highlights.


Nehmen Sie bei Bedarf weitere Anpassungen an der Aufnahme vor.

03
NACHBEARBEITUNG

Bei dieser Art der Aufnahme, wird Ihnen vielleicht auffallen, dass sich die Qualität der RAW-Dateien, die mit und ohne Filter aufgenommen wurden, voneinander unterscheidet. Jedes zusätzliche Glas vor der Kamera wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Farbstichs. Je weniger Filter beim Frame Averaging also zum Einsatz kommen, desto größer sind daher auch die Flexibilität und der Handlungsspielraum bei der anschließenden Nachbearbeitung. Greifen Sie bei Bedarf auf den Dynamikbereich der Kamera zurück, um Tiefen aufzuhellen und Lichter abzudunkeln. Passen Sie den Kontrast und die Klarheit an, um dem Bild mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Schrauben Sie die Sättigung hoch, optimieren Sie bestimmte Bildbereiche mit dem erweiterten Farbeditor oder führen Sie eine allgemeine Farbkorrektur durch. Dank der hohen Qualität der RAW-Aufnahmen sind der kreativen Bildbearbeitung keine Grenzen gesetzt.

Automatisiertes Frame Averaging mit dem IQ4

Gründe für das Mittelformat